Analytical Reviews

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Americké akcie klesají kvůli zprávám, že Trump se chystá propustit Powella

Americké akcie ve středu během dne klesly poté, co se objevily zprávy, že prezident Trump se chystá propustit předsedu Federálního rezervního systému Jerome Powella, čímž zvrátily předchozí zisky související s relativně příznivými údaji o inflaci a novou vlnou firemních výsledků.

V 17:40 SEČ index Dow Jones Industrial Average klesl o 182 bodů, tj. o 0,4 %, index S&P 500 klesl o 32 bodů, tj. o 0,5 %, a index NASDAQ Composite klesl o 122 bodů, tj. o 0,6 %.

Dollar spielt mit offenen Karten
18:53 2026-08-03 UTC--4

Wenn etwas zu dünn wird, reißt es. Anleger setzen schon so lange auf die Stärke des US-Dollars, dass sie ihre Long-Positionen in der Greenback zur aggressivsten Wette seit 2014 ausgebaut haben. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Auslöser fand, der dieses Gefüge zum Einsturz bringt – und er zeigte sich an zwei Orten: in Tokio und in Washington.

Dynamik der spekulativen Positionen auf den US-Dollar

In der vergangenen Woche hat die Federal Reserve ihre Zinserhöhungsserie unterbrochen, was unmittelbar Zweifel an Kevin Warshs Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation aufkommen ließ. Der Derivatemarkt war bereits nervös; die Fähigkeiten des neuen Vorsitzenden waren seit seiner Ernennung infrage gestellt worden. Allerdings blieben diese Zweifel zunächst theoretisch – bis nach der Sitzung, als sie sich in Abverkäufen des US-Dollar manifestierten.

Am folgenden Tag erfolgte der nächste Schlag aus Japan. Eine koordinierte Intervention Tokios und Washingtons zur Stützung des Yen soll Berichten zufolge einen Rekordbetrag gekostet haben – rund 34 Milliarden US-Dollar am Freitag, nachdem tags zuvor bereits 52,8 Milliarden US-Dollar aufgewendet worden waren. Finanzminister Scott Bessent versprach, dass die USA nicht zögern würden, erneut am Markt einzugreifen. Für den Dollar eröffnete sich damit neben den Zweifeln an der Fed eine zweite Front.

Entwicklung von USD/JPY und Prognosen für die Zinsen der Fed und der Bank of Japan

Dennoch wäre es verfrüht, bereits von einer strukturellen Trendumkehr zu sprechen. Laut ING sind Währungsinterventionen nur ein vorübergehendes Mittel; der weitere Verlauf der Zinssätze wird über das Schicksal des Greenback entscheiden. An den Geldmärkten wird weiterhin mit fast 70 % Wahrscheinlichkeit eingepreist, dass die Geldpolitik bereits im September gestrafft wird, und bis zum Jahresende gilt dies als nahezu sicher. Sollte der Ölpreis nicht deutlich fallen, würde ein Verzicht auf eine Straffung der Geldpolitik das Vertrauen in den neuen Fed-Chef weit stärker beschädigen als jede Intervention.

Zugleich scheint das Treasury die Yen-Käufe eher mit Euro als direkt mit US-Dollar finanziert zu haben – seit dem 30. Juli hat der Euro gegenüber den meisten seiner G10-Partner an Wert verloren. In der Folge verliert der Greenback gegenüber dem Yen deutlich schneller an Boden als gegenüber dem Euro.

Unterdessen sorgt die Geopolitik für etwas Hoffnung. Donald Trump hat einen groß angelegten Angriff auf den Iran abgesagt, und Teheran berichtet von Fortschritten in den Verhandlungen mit Oman über eine Ausweitung der Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren. Das Abkommen bezieht sich derzeit nur auf eine vorübergehende Route, und es gibt keine Anzeichen für eine vollständige Wiedereröffnung dieser Schlagader. Aber der Markt ist längst daran gewöhnt, Gerüchte im Vorfeld zu kaufen.

Die Fundamentaldaten entwickeln sich allmählich zugunsten von EUR/USD. Diplomatie statt Bombenangriffen im Nahen Osten wirkt sich positiv auf den Euro aus, während Zweifel an Warshs Bereitschaft, die Zinsen anzuheben, auf dem US-Dollar lasten. In Kombination mit Währungsinterventionen beginnen die Positionen des Greenback zu bröckeln. Aufgeben will er allerdings noch lange nicht.

Aus technischer Sicht hat sich im Tageschart von EUR/USD eine Kerze mit langem unteren Schatten gebildet, was auf eine Schwäche der Bären hindeutet. Ein Ausbruch über die Widerstandsmarken bei 1,1545 und 1,1560 würde die Grundlage dafür schaffen, die Long-Positionen im Euro gegenüber dem US-Dollar auszubauen, die sich aus der Erholung von 1,1470 ergeben haben.

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